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Bilder einscannen zum Drucken auf Artikel von Contrado

Bilder einscannen professionell

Zum Bedrucken eines Artikels bei Contrado muss dein Werk oder Bild erst einmal mit Hilfe des Designprogramms hochgeladen werden: Hierzu musst du deine Kreation einscannen. Aber was bedeutet das eigentlich? Das Bild hängt in deinem Atelier – Wie verwandelst du es in eine Datei auf deinem Computer? Und wie stellst du sicher, dass dein Scan von ausreichender Qualität ist? Die wichtigsten Infos zum Bilder Einscannen haben wir hier aufgelistet.

Die meisten Leute kennen den Scanner als den Teil des Druckers, der sich aufklappen lässt und mit dem man den Personalausweis oder den Führerschein für Versicherungen und Bewerbungen einscannen kann. Seit der Erfindung des Scanners haben sich Dinge jedoch nach Vorne bewegt. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Arten von Scannern, Dateiformaten und weitere wichtige Infos zusammengestellt.

Warum muss ich meine Bilder einscannen?

Wenn du dein Werk auf Stoffe, Kleidung oder Haushaltswaren von Contrado drucken lassen möchtest, dann benötigst du eine digitale Version des Bildes. Ein einfaches Foto reicht nicht aus, da die Auflösung oft nicht hoch genug ist und Farben oder Details nicht genau abgebildet werden können. Werfe einen Blick auf unsere praktischen Tipps zum Kaufen eines Scanners, mit dem du deine eigenen Bilder einscannen und dann auf Contrado-Artikel drucken lassen kannst.

Der richtige Scanner

Die Auswahl an verschiedensten Scannern ist riesig. Der Preis kann von 20 € bis zu 2000 € variieren. Mit so vielen verschiedenen Modellen und Preisen – Welcher Scanner ist am besten zum Einscannen von Bildern geeignet?

In Sachen Technologie gibt es zwei verschiedene Versionen von Scannern: CIS und CCD. Diese Technologien unterscheiden sich in einer Vielzahl von Punkten. Unten findest du die wichtigen Details und die Unterschiede aufgelistet.

bilder einscannen mit eigenem scanner

CIS-Scanner

CIS-Scanner verwenden eine Technologie, die als „Contact Image Sensor“ bekannt ist. Wie diese funktioniert wird mehr oder weniger bereits im Namen erklärt: Das Bild, das eingescannt werden soll, muss sich in Kontakt mit der Oberfläche des Scanners befinden. Deshalb wird beispielsweise beim Einscannen eines Reisepasses der Bereich, in dem sich der Buchrücken befindet, Schwarz abgebildet: Dieser Bereich berührt die Oberfläche des Scanners nicht. CIS-Scanner sind häufig die kostengünstigere Variante.

CCD-Scanner

Die Abkürzung CCD steht für „Charged Couple Device“, liefert also keine Erklärung, wie die Technologie funktioniert. Ein CCD-Scanner verwendet Spiegel, um Licht von verschiedenen Richtungen zu einem Sensor zu leiten. Das Motiv, das eingescannt werden soll, muss sich in diesem Fall nicht in direktem Kontakt mit der Oberfläche befinden. Einfacher gesagt: Die Funktionsweise der CCD-Technologie ähnelt der einer digitalen Kamera.

Meine Bilder einscannen: Welcher Scanner ist besser?

Das hängt ganz von der Art deiner Werke ab. Illustratoren und Animatoren produzieren häufig Kunstwerke, die keine dreidimensionale Struktur haben und einfach auf einem flachen Blatt Papier abgebildet werden können. In diesem Fall reicht ein CIS-Scanner vollkommen aus.
Werke mit Struktur, wie zum Beispiel Acrylmalerien, Gemälde oder Skizzen in einem Skizzenbuch, lassen sich besser mit einem CCD-Scanner einscannen. Diese sind ein wenig teurer, werden deinem Bild jedoch die Qualität verleihen, die es verdient.

Weitere wichtige Punkte

Der richtige Scanner ist jedoch nicht der einzige Punkt, den es beim Bilder Einscannen zu beachten gilt. Andere Punkte sind beispielsweise das Dateiformat, das Farbsystem und die Auflösung. Keine Angst – Wir wissen, dass all diese Informationen schnell zu kompliziert werden können. Solange du jedoch weißt, welche Punkte beachtet werden sollten, ist das Kaufen eines neuen Scanners ein Leichtes.

bilder einscannen so gehts

Dateiformate

Für viele Jahre war das beliebteste Dateiformat zum Speichern von Bildern JPEG (ausgesprochen: [Dschey-Peck]) Viele Digitalkameras und Computerprogramme nutzen dieses Format. Weitere bekannte Formate sind unter anderem bitmap (.bmp), worin Motive in Microsoft Paint automatisch gespeichert werden, und Portable Network Graphics (.png). Ein weiteres Format, das immer beliebter wird ist TIFF. Einige Programme nutzen ihre eigenen Formate: So werden Photoshop-Dateien als .psd und Adobe-Illustrator-Dateien als .ai gespeichert. Es gibt so viele verschiedene Formate – Doch nicht alle können mit jeder Software verwendet werden.

Welches Format ist am besten zum Speichern deiner Scans geeignet? In den meisten Fällen genügt JPEG, jedoch kann die Datei hier an Qualität verlieren. Dies geschieht nicht nur beim Speichern, sondern auch beim Öffnen, Bearbeiten und erneutem Speichern. Zum Einscannen deiner Werke und dann drucken deiner Bilder ist TIFF eine fantastische Lösung. Es kann gespeichert und ohne Qualitätsverlust bearbeitet werden. TIFF verwendet außerdem das CYMK-Farbsystem, welches ich in Kürze erklären werden. JPEG und TIFF sind beides universelle Formate.

dateiformate zum speichern von bildern

Farbsysteme

Farbsysteme sind eine Sache für sich. Wir alle haben verschiedene Dinge über Farben gelernt: Die Farben des Regenbogens im Kindergarten, das Mischen von Farben im Kunstunterricht, Gold- und Silbertöne und mehr. Uns wurden die Grundfarben beigebracht und wie man aus ihnen alle anderen Farben mischen kann. Und auch von den Farben des Lichtes hören wir: Rot, Grün und Blau.

RGB

Das Farbsystem RGB verwendet die gerade erwähnten Farben: Rot, Grün und Blau. Diese drei Farben sind die Grundfarben von Licht und werden in fast allen Computerbildschirmen und Fernsehern verwendet. Durch Ändern der Anteile der einzelnen Farben erscheinen die Bildschirme in verschiedenen Farben.

CMYK

Das zweite Farbsystem ist CMYK. Die Buchstaben bezeichnen die Grundfarben von Pigmenten. Das CMYK Farbsystem ist das System, das für die meisten Druckarbeiten verwendet wird: Vom Bedrucken von Stoffen bis zum Ausdrucken von Dokumenten Zuhause. CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key. Cyan (dt. Zyan) ähnelt einem Türkisblau, Magenta ist Pink, Yellow ist englisch für Gelb und Key steht für Schwarz.

cymk farbsystem

Punktdichte

Die Punktdichte wird international als dpi angegeben. Dies steht für dots per inch, zu deutsch Punkte pro Zoll. Beim Einscannen deiner Werke sollten mindestens 300 dpi verwendet werden.

punktdichte beispiel 1

Dies ist ein Quadrat-Zoll. Wir stellen uns vor es sein ein Quadratzoll deines Kunstwerks. Du scannst es mit einer Punktdichte von 9 dpi. Dies bedeutet, dass sich 9 Punkte in einem Quadratzoll befinden, die dein Bild einem Mosaik ähnlich darstellen. Ein Bereich von 12 x 12 Zoll würde also mit 108 kleinen Punkten bedruckt werden und so ein Mosaik mit 108 Teilen abbilden.

punktdichte beispiel 2

Dieser Quadratzoll hingegen wurde mit 36 dpi bedruckt. In jedem Quadratzoll befinden sich also 36 kleine Punkte. Bei Verwendung verschiedener Farben werden die Übergänge weicher und Linien schärfer. In einem Bereich von 12 x 12 Zoll befinden sich daher 432 Punkte. Dieses Bild währe also vier mal detaillierter als das Quadrat mit 9 dpi.

punktdichte beispiel 3

Was passiert also wenn ich eine Software verwende, um die Punktdichte zu erhöhen? Auf einfache Weise erklärt: Dein Computer weiß nicht, welche Farben für die zusätzlichen Punkte verwendet werden sollen. Links siehst du ursprünglichen neun schwarzen Punkte. Da sich feine weiße Linien an den Rändern der Punkte befinden hat der Computer die Farbe der neuen Punkte „geraten“ und die weißen Ränder mit den schwarzen Punkten gemischt. Die neuen Punkte sind also in Grau gehalten.

Kurz gesagt: Es wird nicht empfohlen dein Bild mit einer Punktdichte von 100 dpi einzuscannen und die Dichte dann mit Hilfe eines Bearbeitungsprogramms zu 300 dpi zu erhöhen, da das Ergebnis verpixelt oder verschwommen wirken kann, weil der Computer die genaue Farbe der neuen Punkte nicht kennt. Stelle sicher, dass dein Scanner bereits mit der richtigen Punktdichte von 300 dpi eingestellt ist.

Bilder einscannen – Zusammengefasst

Jetzt stehen dir alle wichtigen Infos zur Verfügung, damit du den richtigen Scanner für deine Bilder kaufen kannst.

Alle wichtigen Punkte noch einmal zusammengefasst:

  • CIS-Scanner sind für flache Werke geeignet und haben einen niedrigeren Preis
  • CCD-Scanner sind teurer, jedoch besser für strukturierte Bilder geeignet
  • JPEG-Dateien können an Qualität verlieren, sind jedoch universell und für die meisten Drucke geeignet
  • JPEG-Dateien verwenden das RGB-Farbsystem und auf allen Bildschirmen gleich abgebildet, könne jedoch beim Ausdrucken anders aussehen
  • TIFF-Dateien erleiden keinen Qualitätsverlust und sind auch mehr oder weniger universell
  • TIFF-Dateinen verwenden das CYMK-Farbsystem und können auf dem Bildschirm variieren, der Druck ist jedoch originalgetreu
  • Je höher die Punktdichte (dpi), desto besser ist die Qualität des Bilds
  • Vermeide die Punktdichte mit Bearbeitungsprogrammen zu erhöhen

Deine Werke in digitalem Format können im Handumdrehen mit Hilfe unseres Designprogramms hochgeladen werden. Designe deine eigenen Stoffe, Kleidungsstücke und Lifestyle-Artikel mit Contrado.

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